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Wer sich in großen Höhen bewegt, muss die Sauerstoffsättigung seines Blutes überwachen. | © Garmin

Pulsoxymetrie: So behältst du deine Sauerstoffsättigung im Blick

Wer sich in großen Höhen bewegt, muss die Sauerstoffsättigung seines Blutes überwachen. Sonst droht die Höhenkrankheit.

Berge sind für viele echte Sehnsuchtsorte. Doch die Höhe birgt auch Risiken. Das Problem: Die Luft ist besonders trocken, kalt und enthält weniger Sauerstoff als die Luft auf Meeresniveau. Der Sauerstoffbedarf deines Körpers verringert sich in der Höhe aber nicht. Als kurzfristige Anpassungsreaktion beschleunigt sich daher die Atmung und das Herz beginnt schneller zu schlagen, damit dein Körper mit ausreichend Sauerstoff versorgt wird. Gerade in Verbindung mit körperlicher Anstrengung ist das eine Belastung für den Körper. Gänzlich akklimatisiert und an die ungewohnte, sauerstoffarme Umgebung angepasst hat sich der Körper in der Regel erst nach mehreren Tagen.

Allgemein

In mittleren Höhen von 1.500–2.000 Metern reagiert dein Körper meist mit Sofortanpassung. In großen Höhen ab 2.500 und bis circa 5.500 Meter reicht sie allerdings nicht mehr aus. Eine Akklimatisation ist nötig. Und zwar für jede von dir erreichte Höhenstufe von Neuem. Gib deinem Körper Zeit für die Anpassung. Wie lange sie dauert ist individuell sehr verschieden. Ab 5.500 Metern Höhe ist übrigens keine vollständige Akklimatisierung möglich.

Der Körper braucht Zeit, um sich an die Höhe anzupassen

Gibst du deinem Körper nicht ausreichend Zeit für diese Akklimatisierung, zum Beispiel, weil du zu schnell zu viele Höhenmeter zurücklegst, kann es zu gesundheitlichen Problemen kommen. Dir wird schwindelig, deine Muskeln ermüden, du bist schneller außer Atem. Im schlimmsten Falle kommt es zur akuten Höhenkrankheit mit Symptomen wie Benommenheit, Sehstörungen, Kopfschmerzen, Übelkeit, Atemnot und Halluzinationen – bis hin zu lebensgefährlichen Wasserablagerungen in Lunge oder Gehirn.

Hoch hinaus mit der fēnix 5X Plus und dem neuen Pulse Ox-Sensor. | © iStock.com/dominikmichalek
Wichtig

Wenn du zu einer Tour in für dich unbekannte Höhen aufbrichst, sind folgende Dinge besonders wichtig: Akklimatisiere dich langsam, gehe nicht zu schnell, trage nicht zu schwer und passe die Etappen an deine Kondition an. Experten raten von Tagesetappen mit mehr als 2.000 Höhenmetern ab, auch Nachtlager über 3.000 m an den ersten zwei bis drei Tagen sind tabu. Oberhalb von 3.000 m solltest du nicht mehr als 500 Höhenmeter pro Tag aufsteigen. Die Schlafhöhe muss immer tiefer sein als die höchste erreichte Tageshöhe. Du erklimmst nach den Gipfel also nach dem Motto: „Drei Schritte vor, einer zurück“. Lege Ruhetage ein, wenn du sie brauchst, trinke ausreichend und beginne bei den ersten Symptomen einer Höhenkrankheit wenn möglich sofort mit dem Abstieg.

Mittels Pulsoxymetrie die Sauerstoffsättigung des Blutes messen

Alle, die sich in der Höhe bewegen, sollten grundsätzlich auf Signale des Körpers achten und Kopfschmerz, Schwindel & Co. ernst nehmen. Daneben ist für Alpinsportler, Höhenbergsteiger, Sportflieger und auch Sportler, die ein Höhentraining zur Leistungssteigerung absolvieren, ein Wert besonders interessant für die Überwachung der Akklimatisation: die Sauerstoffsättigung des Blutes. Sie zeigt an, wie viel Prozent des Hämoglobins im Blut mit Sauerstoff beladen ist. Und gibt damit Aufschluss darüber, wie gut der Sauerstofftransport im Körper funktioniert, da über das Hämoglobin der Sauerstoff ins Gewebe transportiert wird. Bei einem gesunden Erwachsenen sind Werte zwischen 93–99 Prozent normal.

Allgemein

Hämoglobin ist der eisenhaltige Proteinkomplex, der in den roten Blutkörperchen Sauerstoff bindet. Er verleiht dem Blut die rote Farbe.

Gemessen wird die Sauerstoffsättigung in der Regel mit der sogenannten Pulsoxymetrie. Bei dem nichtinvasiven Verfahren wird die Haut durchleuchtet und die Lichtabsorption gemessen. Die kleinen Geräte (Pulsoximeter) schicken, meist am Finger, infrarote und rote Lichtwellen durchs Gewebe. Ein Lichtsensor misst dann die Intensität des durchscheinenden Lichts. Je weniger rotes Licht durchscheint, umso höher ist die arterielle Sauerstoffsättigung (SpO2) Im Blut. Denn Hämoglobin, das mit Sauerstoff beladen ist, ist hellrot und absorbiert vor allem rotes Licht. Hämoglobin, das nicht mit Sauerstoff gesättigt ist, erscheint dunkelrot bis blau und absorbiert vor allem Licht im infraroten Bereich.

Der Körper braucht Zeit, um sich an die Höhe anzupassen. | © Garmin

Hoch hinaus mit der fēnix 5X Plus und dem neuen Pulse Ox-Sensor

Aber keine Sorge: Für deine nächste Bergtour musst du dir nicht extra ein Pulsoximeter kaufen. Denn die neue fēnix 5X Plus von Garmin beeindruckt mit genau diesem besonderen Feature: dem Pulse Ox-Sensor. Er misst direkt am Handgelenk die Pulsoximeter-Akklimatisierung und informiert dich über die aktuelle Sauerstoffsättigung deines Blutes*. So kannst du überwachen, wie sich dein Körper an die Höhenluft anpasst und einer gefährlichen Überbeanspruchung vorbeugen, indem du zum Beispiel rechtzeitig Pausen einlegst. Das Ganze funktioniert wie auch wie bei anderen Pulsoximeter mit Licht. Der Sensor durchleuchtet die Haut und misst via Lichtabsorption, wie hoch der Anteil an Hämoglobin gebundenen Sauerstoffs in deinem Blut ist.

Die aktuelle Sauerstoffsättigung in Prozent, eine Grafik, die die durchschnittlichen Werte der Sauerstoffsättigung der letzten 24 Stunden anzeigt, der Höhenmaßstab und eine Grafik mit den Höhenmesswerten der letzten 24 Stunden kannst du dann auf dem Display einsehen.

Eine Smartwatch für alle, die mehr wollen

Darüber hinaus misst die GPS-Multisport-Smartwatch auch deine Herzfrequenz direkt am Handgelenk und liefert dir mit dem ClimbPro-Widget Echtzeitinformationen zu den aktuellen und nächsten Anstiegen. Neigung, Distanz, Höhenunterschied, Fortschritt und verbleibende Distanz werden angezeigt – das hilft dir, deine Kräfte einzuteilen. Und dank integrierter Navigationssensoren und der Unterstützung mehrerer Satellitensysteme behältst du selbst in schwierigen Umgebungen die Orientierung. Der Berg ruft? Mit der fēnix 5X Plus kann es direkt losgehen.

*Die körperlichen Merkmale des Benutzers, der Sitz des Geräts sowie eventuell vorhandenes Umgebungslicht kann sich auf die Messungen auswirken. Pulsoxymetrie-Daten sind nicht für medizinische Zwecke und auch nicht zur Diagnose, Behandlung, Heilung oder Prävention von Krankheiten oder Leiden vorgesehen.

Nicole Benke
© Martin Szymanski

Über #BeatYesterday-Autorin Nicole Benke


Nicole Benke liebt gutes Essen – am liebsten selbst gekocht aus frischen Produkten der Saison. Von Crash-Diäten hält die Food-Journalistin gar nichts. Sie findet: Eine gesunde Ernährung soll Spaß machen, darf nicht verkrampft sein und muss auch mal Raum für Genuss bieten. Denn strikte Verbote machen nur schlechte Laune. Und wer kann die schon gebrauchen?

Veröffent­lichungsdatum: 10.09.2018
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Garmin fēnix 5 Plus-Serie
17.04.2018

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