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Dieses Mal lassen sich Marleen und Fabian über Food-Trends aus: Mitmachen? | © HHN/Fabian K., Marleen L.

Fabian vs. Marleen: Muss man jeden Food-Trend mitmachen?

Runde 2 im verbalen Schlagabtausch zwischen Marleen und Fabian. Dieses Mal lassen sie sich über Food-Trends aus: Mitmachen? Ja, nein, kommt drauf an ...

Marleen: Wieso darf mein Frühstück nicht mehr Müsli heißen?

Wenn wir überlegen, was wir zu Mittag essen, schlägt Fabian nicht selten Poké Bowls vor. Meistens kann ich ihn irgendwie wieder davon abbringen. Denn ich stehe nicht sonderlich auf die Schalen mit lauwarmem Allerlei: Reis, marinierter Fisch, rohes Gemüse, obendrauf Chili-Mayo – auf diese hawaiianische, bunt-aromatische Spezialität muss ich echt Bock haben.

© iStock.com/OksanaKiian

Wozu ich sofort Ja sage? Zu dampfendem Eintopf! Wie von Oma. Ich stehe total auf diese Kombi aus Kartoffeln, frischem Gemüse und etwas Fleisch, egal ob deutsch mit Tellerlinsen oder orientalisch mit Kichererbsen. Da steckt so viel Gutes drin – und ganz viel Liebe und Erinnerungen an früher. Es schmeckt immer herrlich, und füllt mich mit einem guten Gefühl.

Ich bin ein Foodie. Und ich schaue mir gern Videos über die Zubereitung von Rezepten an.

Ich finde es super spannend, was sich aus Lebensmitteln alles zubereiten lässt (ohne alles mit einer Tonne Käse zu überbacken). Aber was ich jüngst gesehen habe, hat mir echt den Appetit verdorben: Smoked Watermelon. Wää. Igittigitt. Ein im wahrsten Sinne fleischgewordener Obstklops. Was soll das? Hier kannst du sehen, was es damit auf sich hat:

Video

Auch den Hype um die Avocado kann ich nicht nachvollziehen. Was ist so toll an einer Frucht, die kaum Eigengeschmack, selten den richtigen Reifegrad und dazu eine schlechte Umweltbilanz hat? Es ist okay, wenn sich ein paar Avocadoscheiben unter meinem „Eggs Benedict Toast“ verstecken – übrigens auch nur die amerikanische Version vom Strammen Max. Aber ich komme auch sehr gut ohne (Nachos mit) Guacamole aus.

Wieso muss mein Müsli neuerdings über Nacht im Kühlschrank auf mich warten und dann Overnight Oats heißen? Wieso sollte ich staubig schmeckende Goji-Beeren hineintun, wenn ich auch süße Rosinen, Blaubeeren und Himbeeren haben kann? Und wer bitteschön macht sich ernsthaft die Mühe, Früchte mit Förmchen auszustechen und der Reihe nach mit anderem Obst, Nüssen und Granola auf einem Smoothie zu drapieren, anstatt einfach alles miteinander zu vermengen?

Ich will mein Essen genießen und nicht damit angeben. Mein Tipp:

Vertrau deinem Geschmacksinstinkt mehr als dem vermeintlichen Food-Trendsetter.

Marleen

Fabian: Ich liebe Abwechslung auf meinem Teller!

Heute asiatisch, morgen Hausmannskost, übermorgen Pasta. Mal vegetarisch, mal Paleo. Mal kochen, mal bestellen. Perfekt! Ob ich gern neue Kreationen probiere, die ich noch nicht kenne? Ja, sicher. Ob ich jeden Food-Trend mitmache? Nicht unbedingt.

Wer bestimmt eigentlich, was zum Food-Trend wird? Ist das eine Geheimorganisation oder sind das eher experimentierfreudige Großstädter, die immer auf der Suche nach außergewöhnlich angerichteten Geschmacksexplosionen sind?

© iStock.com/Elena_Danileiko

Gerade stürzen sich alle auf Poké Bowls. Das sind, sagen wir mal, Fischsalate mit hawaiianischen Wurzeln, die es auch mit Hühnchen oder Tofu für Meerestierverächter gibt. Als ich den ersten Poké-Laden entdeckte, wusste ich gleich: Will ich! Rote-Bete-Klebereis, Teriyaki-Thunfisch, Edamame-Bohnen, Avocado und Sesam. Wer kann da widerstehen? Ich nicht! So eine exotische Schüssel Buntes schmeckt ziemlich lecker, sieht hübsch aus, macht satt und ist gesund. Mit Preisen von zehn Euro aufwärts ist eine Portion aber nicht gerade günstig.

Nach einer guten Handvoll Bowls weiß ich aber auch: Meine Begeisterung schwindet so langsam. Marleen kann ich sowieso nicht mehr überreden, mich zu begleiten. Sie isst lieber ihr selbst gekochtes, ehrliches Essen ohne Chichi. Egal. Nun, da sich der Sommer verabschiedet, habe ich ohnehin mehr Lust auf warm. Das bedeutet, dass heiß-scharfe Ramen-Nudelsuppen wieder in meinen Appetit-Fokus rücken.

Auch wenn Ernährung eines meiner Lieblingsthemen ist, rauscht der eine oder andere Food-Trend selbst an mir vorbei, ohne dass ich in den „Genuss“ gekommen bin. Darüber bin ich auch ganz froh. Ich muss nicht jeden kulinarischen Hype mitmachen, nicht jede Wunderdiät ausprobieren. Insekten-Proteinriegel? Habe ich gekostet und für akzeptabel befunden. Brauche ich aber nicht wieder.

Ich finde, beim Essen entscheidet der Geschmack. Die Optik ist Beiwerk, schmecken muss es und meinem Körper einen Mehrwert bieten. Daher verputze ich weiterhin jeden Morgen mein Matsche-Müsli – aka Overnight-Oats mit Chia – vom Vortag. Auch wenn meine Kollegen im Büro das weder ansehnlich noch umwerfend lecker finden und ich selbstverständlich weiß, dass der Großteil der Superfoods nicht überlebensnotwendig ist. Mein Tipp:

Erweitert euren Ernährungshorizont dennoch hin und wieder.

Fabian

© privat/Marleen L.

Über #BeatYesterday-Autorin Marleen L.


Jeden Morgen schwingt sich Marleen auf ihr Hollandrad und fährt an der Alster entlang zur Arbeit. Im Sommer genießt die ehemalige Leichtathletin jede freie Minute an der frischen Luft, joggt mit Leidenschaft am Eilbekkanal oder träumt beim Stand Up Paddling vom Aktivurlaub am Meer. Auf den Mief im Fitti steht sie gar nicht, powert sich lieber regelmäßig beim Ganzkörper-Workout zu Hause aus. Ausgewogen und frisch zu kochen, ist für die 27-Jährige selbstverständlich. Fast Food? Ein No-go. Healthy Life: voll ihr Ding.

© privat/Fabian K.

Über #BeatYesterday-Autor Fabian K.


Fabian kommt ursprünglich aus Frankfurt am Main und fühlt sich inzwischen rund um den Hamburger Stadtpark zu Hause. Für den 29-Jährigen kann es gar nicht sportlich genug zugehen. Der Judoka startet schon vor seinem Frühstück aus Overnight Oats, Hanfsamen, Leinöl und Obst mit Tabata oder Stretching in den Tag. Abends lässt er in der Muckibude oder im Dojo Dampf ab. Mehr Spaß als Laufen bereiten ihm Bouldern, Bergwandern im Allgäu und Cruisen mit dem Longboard. Sein Ziel: andere motivieren, fitter zu werden und gesünder zu leben!

Veröffent­lichungsdatum: 24.09.2018
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