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Balance-Akt mit Anti-Gravity-Yoga

Anti-Gravity-Yoga lässt dich buchstäblich abheben. Schaukelnd und schwebend lässt du dich fallen und absolvierst gleichzeitig ein intensives Krafttraining.

Yoga mit Tuch

Anti-Gravity-Yoga, Areal Yoga, Luft-Yoga oder auch Flying Yoga: Der Fitnesstrend aus den USA hat viele Namen, meint aber sehr ähnliche Yogapraktiken. Hierbei übst du Yoga in einem Tuch, das an der Decke aufgehängt ist. Das klingt ein wenig nach einem Zirkuskunststück und hat auch tatsächlich damit zu tun. Denn diese neue Form der Fitnessübung ist eine Verschmelzung aus Yoga und Elementen aus der Akrobatik. Trotzdem ist sie für Anfänger geeignet. Die Übungen bauen nämlich darauf auf, dass du dein Körpergewicht an das Tuch abgibst, ohne dich dabei völlig zu verausgaben. Konkret sieht das so aus: Du sitzt oder hängst in einem trapezförmigen Tuch, lässt mal den Oberkörper herunterbaumeln, schlingst es dir um die Hüften oder schmiegst dich langgestreckt in den Stoff – je nach Übung. Das Ganze erinnert entfernt an eine flexible Hängematte.

Areal Yoga: Aller Anfang ist schwerelos

Zuerst brauchst du wahrscheinlich etwas Überwindung, um die Kontrolle abzugeben und dem Tuch und seiner Aufhängung ganz zu vertrauen. Deshalb beginnen die ersten Übungen oft im Sitzen. Dann lässt du dich langsam in das Tuch sinken. Es umschließt dich und vermittelt dir das Gefühl, geborgen in einem Kokon zu liegen und wie schwerelos zu schweben. Wenn du dann mit den eigentlichen Übungen loslegst, wirst du merken, dass du auch in der „Schwerelosigkeit“ deine Fitness gezielt trainieren kannst.

Schonendes Ganzkörpertraining

Beim Anti-Gravity-Yoga musst du viel balancieren, weil du deine Füße nur teilweise oder auch gar nicht auf dem Boden aufsetzt. Das beansprucht verstärkt deine Rumpfmuskulatur und trainiert zusätzlich dein Gleichgewicht. Außerdem wird im Hängen die Wirbelsäule gestreckt, und da das kopfüber passiert, ist es ausgesprochen rückenschonend. Gleichzeitig dehnst du dabei den Nacken, was Verspannungen in diesem Bereich lösen kann. Da Anti-Gravity-Yoga außerdem die Gelenke schont, soll es sowohl für Ältere als auch für Menschen mit Rückenproblemen besonders gut geeignet sein.

Kennenlernen im Kurs

Die Übungen, die du machst, entsprechen üblicherweise dem klassischen Yoga – nur eben nicht am Boden, sondern hängend, liegend oder stehend im Tuch. Weil das sehr ungewohnt ist – und man so ein Tuch samt Halterung zumindest anfangs eher nicht zu Hause hat – lernst du Anti-Gravity-Yoga am besten in einem Kurs mit einem ausgebildeten Yoga-Lehrer. Das garantiert dir auch, dass du die Übungen von Anfang an richtig machst. Denn wie bei vielen Sportarten gilt auch hier: Wenn du die Übungen nicht korrekt ausführst, kommst du entweder gar nicht erst in die richtigen Positionen oder verletzt dich schlimmstenfalls sogar.

Welches Equipment ist nötig?

Im Prinzip benötigst du nur deine übliche Yoga-Sportkleidung, die eng anliegen sollte, da du einige Übungen auch kopfüber ausführen wirst. Dann ist da natürlich noch das Tuch, mit dem du arbeitest. Das wird allerdings von den Kursanbietern gestellt. Üblicherweise handelt es sich dabei um ein 3,70 x 2,80 Meter großes Lycra-Stofftuch, das an der Decke befestigt ist. Es wird zu Anfang der Stunde individuell auf deine Körpergröße eingestellt. In manchen Kursen kannst du dir sogar die Farbe des Tuchs aussuchen. Dabei kommt es allerdings auch darauf an, ob du eine Einzelstunde buchst oder mit anderen Teilnehmern an einem Kurs teilnimmst.

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Bekannte Übungen frei schwebend absolvieren

Die Übungen, die du beim Anti-Gravity-Yoga durchführst, kommen wie bereits erwähnt größtenteils aus dem klassischen Yoga. Vielleicht kennst du bereits den „Herabschauenden Hund“ oder auch das „Dreieck“: Beim klassischen Yoga stehst du hier mit beiden Händen und Füßen fest am Boden. Beim Anti-Gravity-Yoga wird das Becken hingegen durch das Tuch gestützt, wodurch die Übung eine ganz eigene Dynamik bekommt. Auch Liegestütze mit beiden Füßen im Tuch gehören zum Programm. Die Tiefenmuskulatur dankt es, denn gerade die wird dabei besonders trainiert. Manche Übungen werden durch das Tuch auch deutlich leichter, wie etwa der Handstand. Das Tuch stützt dich dabei, was viele überhaupt erst dazu ermutigt, sich an solchen Positionen zu versuchen. Das gilt natürlich auch für viele andere Übungen, an die sich sonst meist nur fortgeschrittene Yogis heranwagen.

Ausbildung zum Anti-Gravity-Yoga-Lehrer

Der Amerikaner Christopher Harrison, Tänzer, Akrobat und Fitness-Profi, entwickelte 2007 sein Fitnesskonzept AntiGravity. Hierbei verband er Teile aus Yoga, Pilates, Ballett und Fitness mit der Tuch-Technik aus der Akrobatik. Sein Konzept ist etwas sportlicher als das, was bei uns unter Anti-Gravity-Yoga allgemein bekannt ist. Dhanya Daniela Meggers, Yoga-Lehrerin aus Hamburg, lernte als eine der ersten deutschen Yoga-Lehrer dieses Konzept kennen und brachte es mit nach Deutschland, wo sie es zu einem eigenen Stil weiterentwickelte.

Wer selbst daran interessiert ist, Lehrer für Anti-Gravity-Yoga zu werden, kann die Ausbildung beispielsweise an ihrem Yoga-Institut oder auch an einigen anderen Yoga-Schulen absolvieren, die diese Ausbildung mittlerweile anbieten. Hier musst du für dich entscheiden, welche der Anti-Gravity-Yoga-Varianten du lernen und danach lehren möchtest. Sie alle ähneln sich, variieren aber im Anteil der Elemente aus Yoga, Pilates oder auch Tanz und Fitnessübungen. Im Gegensatz zum klassischen Yoga sind die „fliegenden“ Yogaformen verspielter. Außerdem steht hier etwas mehr die Fitness im Vordergrund und weniger der spirituelle Aspekt.

Veröffent­lichungsdatum: 21.12.2016
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