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Andrea kurz vor der Entbindung: Jetzt packt sie nicht für den Ultrarun, sondern für die Geburt. | © Andrea Diethers

Mama in Bewegung – Andrea’s Baby-Lauftagebuch #7

Der große Tag der Geburt rückt näher. Andrea im Nestbau – Zeit, sich um die wichtigsten Dinge zu kümmern: Kliniktasche packen und Kinderzimmer einrichten.

Der Countdown für den Start ins Abenteuer meines Lebens läuft. Laut CTG (Herzton-Wehenschreiber) beim Frauenarzt habe ich bereits erste Wehen. So fühlen die sich also an … Ich bin bereit. Wann geht’s los? Niemand weiß das. Deshalb ist die Tasche schon gepackt. Es ist ein großartiges Gefühl, den Inhalt vor sich ausgebreitet zu sehen. Kein weit entferntes Tokyo, New York oder Barcelona ist mein Ziel – dieses Mal liegt das große Finish der 40-wöchigen Schwangerschaft 26 km und 34 Minuten entfernt – wenn nicht gerade Karneval gefeiert wird. Ich habe mich entschieden, in der Uniklinik Köln mein Mädchen willkommen zu heißen. Hauptgrund dafür ist die angeschlossene Kinderklinik, die in dem örtlichen Krankenhaus meines Wohnortes Dormagen fehlt. Dazu hatte die Uniklinik schon mit so ziemlich jedem Spezialfall zu tun – das gibt mir Sicherheit. Und natürlich freue ich mich auch über ein Kölner Mädchen!

Die Frage aller Fragen: Wie wird die Geburt verlaufen?

Ich lese viel darüber, wie die Geburt wohl sein wird. Es sei vergleichbar mit einem Marathon – wie wunderbar wäre das. So ganz glaube ich das nicht und ich bin gespannt auf meine eigenen Erfahrungen.

Eine weitere Frage: Was brauche ich für die Geburt und den Klinikaufenthalt?

Ein Gipsabdruck von der Baby-Kugel – eine schöne Erinnerung an die Schwangerschaft. | © Andrea Diethers
Ein Gipsabdruck von der Baby-Kugel – eine schöne Erinnerung an die Schwangerschaft. | © Andrea Diethers

Packen für ein 300-km-Laufabenteuer? Easy. Das Packen für meine Abenteuer-Trips habe ich perfektioniert.

Mein Traumurlaub ist es, auf eine Insel zu fliegen, nur einen Rucksack dabei zu haben und dann von Punkt zu Punkt mehrere hundert Kilometer zu laufen. Dabei merkst du schnell, was du wirklich brauchst und was du lieber zurücklässt, da du jedes Gramm beim Laufen spürst.

Doch was kommt in die Kliniktasche? Im Internet finde ich unzählige Checklisten. Meist gesponsert mit den passenden Links zum Onlineshop. Ich habe daraus, und mit den Tipps aus meinem Bekanntenkreis, meine ganz persönliche Variante gemacht.

Zunächst halte ich es für sinnvoll, zwei Taschen zu haben: eine kleine Kreißsaaltasche für die Geburt und eine Kliniktasche für die Tage danach.

Andreas Kreißsaaltasche | © Andrea Diethers

In die Kreißsaaltasche kommen:

  • ein langes, bequemes Shirt
  • dicke Socken
  • Hausschuhe – in meinem Fall meine bequemsten Laufschuhe
  • süße und salzige Snacks und Getränke mit Geschmack (Wasser gibt es im Krankenhaus)
  • Handy mit Ladegerät
  • Die wichtigsten Dokumente: Mutterpass, Brieftasche mit Krankenversicherungskarte, Personalausweis, Geburtsurkunde, Familienstammbuch von mir und meinem Partner, Vaterschaftsanerkennung und Erklärung der gemeinsamen elterlichen Sorge (da mein Partner und ich nicht verheiratet sind), Einweisungsschein für das Krankenhaus
Andeas Kliniktasche | © Andrea Diethers

Die Kliniktasche ist umfangreicher und bleibt erstmal im Auto. Darin befinden sich für mich:

  • Hygieneartikel (mit neutralem Duft)
  • Schlafanzug
  • Bademantel
  • Still-BHs und Unterwäsche
  • Socken
  • bequeme Kleidung
  • schönere Kleidung für die ersten Bilder
  • Badetuch

Für das Baby:

  • 2 Höschen/Strampler Größe 46 (da mein Baby tendenziell eher zierlich ist)
  • 2 Höschen/Strampler Größe 50/56
  • je einen wunderschönen Strampler von meiner Ma und Schwiegermama Uschi für die ersten Bilder
  • 2 Hemdchen in Größe 50/56
  • 3 Paar Söckchen
  • 2 Baumwollmützen
  • 2 Halstücher
  • 3 Mulltücher
  • 2 Jäckchen
  • Babydecke
  • Babyschlafsack und Innenschlafsack
  • Kleines Kuscheltier (für Fotos)
  • 2 Windeln, wobei es im Krankenhaus alles an Utensilien fürs Baby gibt
  • Maxi-Cosi für den Heimtransport (der ist nicht in der Tasche, sondern wartet mit Isofix-Station im Auto)

Was gibt es noch zu planen?

Soweit ich Einfluss haben kann, ist alles rund um den großen Moment geplant. In den Kreißsaal kommt mein Freund mit. Wir waren bereits zusammen auf dem Gelände des Krankenhauses und haben uns angeguckt, wo er gut parken kann. Aktuell gibt es einige Baustellen in der Nähe der Klinik, weshalb das gar nicht so einfach ist.

Normalerweise ist mein Freund viel im Ausland tätig – mittlerweile (ich bin nun in der 38. Schwangerschaftswoche) gibt es keine längeren Auslandsaufenthalte mehr. Die einzige Ausnahme ist die Zentrale in Amsterdam, in der er drei Tage die Woche arbeitet und die drei Autostunden von unserem Zuhause entfernt liegt. Ich hoffe, dass unser Mädchen nicht an einem der Amsterdam-Tage kommt, beziehungsweise dass es sich genügend Zeit lässt, bis mein Freund den Kreißsaal erreicht hat. Wenn es dann wirklich losgeht, gibt es eine Telefonkette zu meiner Schwester, die dann meine beiden anderen Geschwister und meine Ma informiert. Bei Jan Eriks Familie gibt es schon seit langem eine „Baby kommt“-Messenger-Gruppe, in der alle Familienmitglieder schnell informiert werden.

Nestbau beendet – für die Ankunft des Babys ist alles vorbereitet. | © Andrea Diethers

Zuhause wartet das fertig eingerichtete Kinderzimmer. Da das CTG bereits Wehen gemessen hat, haben wir uns damit sehr beeilt. Und wirklich alles besorgt: Bekleidung, Beistellbett, Stubenwagen und sämtliches Equipment fürs Babyzimmer besorgt. Wir sind also mehr als bereit!

Auch wenn ich mich darauf gefasst mache, dass die Geburt ziemlich schmerzhaft wird – ich habe einen riesen Respekt vor allen Mamas –, freue ich mich trotzdem unheimlich darauf. Denn sie ist der Beginn eines ganz neuen, spannenden Lebensabschnittes.

Ich hoffe, ich kann mich vorher noch mal bei euch melden. Ansonsten auf jeden Fall danach.

Andrea Diethers
© Andrea Diethers

Über Andrea Diethers


Andrea Diethers lebt mit ihrem Freund in der Nähe von Köln und arbeitet als Digital Marketingmanager für Asics Deutschland und Österreich. Die ehemalige Sprinterin läuft heute erfolgreich Langstrecken – auf 10, 21 und 42 Kilometer Distanzen. Laufen und Reisen sind ihre größten Leidenschaften. Jetzt ist die promovierte Biochemikerin zum ersten Mal schwanger und berichtet in den nächsten Wochen von den Dingen, die sie in ihrem neuen Lebensabschnitt am meisten beschäftigen.

Veröffent­lichungsdatum: 07.03.2019
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