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Die einfachste Maßeinheit der Welt: die eigenen Hände. | © iStock.com/dolgachov

So einfach kann Abnehmen sein – mit dem Handvoll-Prinzip

Sie wird als einfachste Diät der Welt gefeiert – die Scandi-Sense-Diet von Suzy Wengel. Doch was steckt hinter dem Handvoll-Prinzip? Hier die wichtigsten Infos.

Hier bekommt die Redensart „von den Hand in den Mund leben“ eine ganz neue Bedeutung. Abnehmen ohne ausgetüftelte Pläne und detailliertes Kalorienzählen – das klingt fast schon zu einfach, um wahr zu sein. Doch die so genannte Scandi-Sense-Diet funktioniert, das beweist nicht nur die Erfolgsgeschichte ihrer Gründerin Suzy Wengel.

Suzy Wengel | © Steffen Stamp

Schon seit ihrer Jugend hatte die Dänin mit Figurproblemen zu kämpfen, nahm ab und wieder zu. Sie erinnert sich: „Im Frühjahr 2011 hatte ich mein persönliches Maximalgewicht erreicht – sowohl physisch als auch psychisch. Ich hatte gerade mein zweites Kind zur Welt gebracht und war so übergewichtig, dass ich gesundheitliche Probleme bekam.“ Damals wog sie um die 100 Kilo, und das bei einer Größe von 1,63 Metern. Das forderte seinen Tribut: Sie hatte Herzprobleme, fühlte sich schlapp und müde und war ständig erkältet.

So ging es nicht weiter, das war der jungen Mutter klar: „Ich beschloss, die Gewichtsreduktion diesmal anders anzugehen. Keine schnelle Diät, keine Hungerkur, kein Fitnessprogramm, das ich sowieso nicht durchhalten konnte. Nein, dieses Mal wollte ich meinen gesunden Menschenverstand zu Hilfe nehmen und einen Weg finden, der zu mir passte.“

Anleitung / How to

Die wichtigsten Basics:

  • Der Name ist Programm: Die Zutaten werden mit den eigenen Händen abgemessen. Dabei solltest du die Hand ausstrecken und den Handrücken etwas rund halten, damit die Größe ideal ist.
  • Suzy Wengel empfiehlt, drei Mahlzeiten (sie nennt sie Esskisten) am Tag zu sich zu nehmen.
  • Mindestens zwei dieser Kisten sollten ihrem Tellermodell entsprechen – mit 1–2 Händen voller Gemüse (Kohl, Tomaten, Blattgemüse), 1 Handvoll Proteinen (Fleisch, Eier, Hülsenfrüchte) und einer Handvoll Stärke (Kartoffeln, Reis, Nudeln, Brot) und/oder Obst und 1–3 Esslöffeln Fett (Öl, Käse, Avocado). Jede Esskiste kann um zwei Esslöffel Milchdressing ergänzt werden.
  • Naschen ist erlaubt, grundsätzlicher Verzicht nicht vorgesehen. Allerdings sollten Genussmittel in Maßen gegessen werden. Wer sich ein kleines Stück Kuchen gönnt, kann das ausgleichen, indem er eine Esskiste halbiert. Ein Glas Wein oder Bier lässt sich kompensieren, wenn der Stärkeanteil in einer Kiste reduziert wird.

Gerade am Anfang sollten die „Esskisten“ voll sein, denn Suzy Wengel ist sicher:

Wer sich an guter, gesunder Nahrung satt isst, muss sich nicht mehr vor Versuchungen fürchten.

Suzy Wengel

Einsteigern rät sie, am Anfang ein paar Regeln extra zu berücksichtigen:

© iStock.com/8vFanI
  • Sie sollten vorweg ihren Kühlschrank mit frischem Gemüse auffüllen.
  • Sie sollten sich die ersten 14 Tage genau an den Plan halten, um sich an ihn zu gewöhnen. Und das bedeutet: drei Esskisten nach dem Tellerprinzip pro Tag.
  • Sie sollten ein- bis zweimal am Tag eine Tasse heiße Brühe trinken, um dem Körper die Umgewöhnung zu erleichtern.
  • Sie sollten lernen, auf ihren Bauch zu hören – und nur dann zu essen, wenn sie wirklich Hunger haben.

Lass dich von diesen drei Rezepten inspirieren:

Rezept

Hüttenkäse mit Rhabarber-Kompott und Crunchies

Zubereitungszeit: einschließlich Backen 30 Minuten

Zutaten für 2 Personen

Für das Rhabarbakompott:

  • 300 g Rhabarber
  • 2 EL Erythrit (oder ein anderes geeignetes Süßungsmittel)
  • 1 TL Vanillepulver

Für die Chrunchies:

  • 1 TL Butter
  • 30 g Haselnüsse
  • 30 g Haferflocken
  • ½ TL Erythrit (oder ein anderes geeignetes Süßungsmittel)Dazu:
  • dazu 300 g Hüttenkäse

Zubereitung:

  • Schneide den Rhabarber in 1–2 Zentimeter große Stücke und gib ihn zusammen mit dem Erythrit und dem Vanillepulver in eine feuerfeste Form. Lege die Alufolie darüber und backe das Ganze im vorgeheizten Ofen etwa 15 Minuten bei 200 °C.
  • Lasse die Butter in einer heißen Pfanne zergehen. Hacke die Nüsse grob und schwitze sie in der Pfanne leicht an. Gib die Haferflocken und das Erythrit dazu und rühre so lange, bis alles goldgelb und knusprig ist. Lasse die Crunchies auf einem Stück Backpapier abkühlen.
  • Richte den Hüttenkäse in einer Schale oder in einem hohen Glas zusammen mit dem Rhabarberkompott und den Crunchies an.

Nährwerte pro Person:

357 kcal | 23 g  Proteine | 28 g Kohlenhydrate | 8,7 g Ballaststoffe | 17 g Fett

Tipp:

Hast du großen Hunger? Garniere das Essen mit frischen Beeren. Oder iss beispielsweise 1 Scheibe Knäckebrot mit Käse und Pesto dazu oder als herzhafte Vorspeise.

Rezept-Ideen (v.l.n.r.): Hüttenkäse mit Rhabarber-Kompott und Crunchies, Hühnchensandwich, Fischpaket mit Gemüse. | © Skovdal Nordic
Rezept

Leichtes Hühnchensandwich

Zubereitungszeit: 20 Minuten

Zutaten für 2 Personen:

Für die Hähnchenfüllung:

  • ½ Zwiebel
  • 5 g Butter
  • Salz
  • Pfeffer
  • ½ TL Paprikapulver
  • 300 g Hühnchenfilet

Für das Sauerrahmdressing:

  • 4 EL Sauerrahm
  • ½ EL Ketchup
  • Salz
  • Pfeffer

Beilagen:

  • 2 große Tomaten
  • 1 Avocado
  • 1 EL Zitronensaft
  • 150 g Spitzkohl
  • 2 Scheiben Vollkornbrot

Zubereitung:

  • Schneide die Zwiebeln in Ringe und brate sie mit der Butter in einer Pfanne an. Gib Salz, Pfeffer und Paprikapulver dazu. Füge das Hühnchen hinzu und bräune es kurz auf hoher Flamme. Schalte den Herd herunter und brate es weitere 8–10 Minuten, bis das Fleisch durch ist.
  • Mische den Sauerrahm mit dem Ketchup und schmecke das Dressing mit Salz und Pfeffer ab.
  • Schneide die Tomaten und die Avocado in Scheiben. Wende die Avocado in Zitronensaft. Schneide den Spitzkohl in feine Streifen.
  • Röste das Brot und halbiere die Scheiben.
  • Serviere das Brot mit dem Spitzkohl, den Tomaten, dem Hühnchen, den Zwiebeln, der Avocado und dem Sauerrahmdressing.

Nährwerte pro Person:

464 kcal | 43 g  Proteine | 29 g Kohlenhydrate | 11,1 g Ballaststoffe | 18 g Fett

Tipp:

Das Dressing kannst du auch mit Kräutern, Currypulver oder süßer Chilisauce abschmecken.

Rezept

Fischpaket mit Gemüse

Zubereitungszeit: einschließlich Backen ca. 35 Minuten

Zutaten für 2 Personen:

  • 350 g Dorsch
  • Salz
  • 50 g Spinat
  • 2 Tomaten
  • 100 g Zucchini
  • Pfeffer
  • ½ Apfel
  • 1 Zitrone
  • 2 Stängel Petersilie
  • 4 Stängel Dill
  • 2 EL Butter
  • 150 g neue Kartoffeln
  • 4 EL pflanzliche Creme Fine
  • 2 EL Sahne
  • 1–2 TL geriebener Meerrettich
  • 1 TL Kapern

Zubereitung:

  • Schneide den Dorsch in zwei Stücke. Streue etwas Salz darüber und lasse den Fisch ruhen.
  • Verteile den Spinat, die Tomaten- und Zucchinischeiben auf eine mit Backpapier ausgelegte Auflaufform. Würze das Gemüse mit Salz und Pfeffer. Lege jeweils ein Stück Dorsch darauf, lege Apfel- und Zitronenscheiben darüber und streue die Kräuter darüber.
  • Gib 1 Esslöffel Butter auf jeden Fisch. Verschließe das Backpapier zum Paket (lege ggf. ein zweites obendrauf) und backe dieses 20–25 Minuten bei 200 °C, bis der Fisch gar ist.
  • Koche die Kartoffeln in leicht gesalzenem Wasser.
    Verrühre die Creme Fine, die Sahne, den Meerrettich und die gehackten Kapern zu einer kalten Sauce. Schmecke diese mit Salz ab.

Nährwerte pro Person:

451 kcal | 38 g  Proteine | 22 g Kohlenhydrate | 4,9 g Ballaststoffe | 22 g Fett

Tipp:

Würze die Meerrettichsauce mit Kräutern und nach Belieben mit etwas Zitronensaft. Nimm Seelachs, Schellfisch oder Seehecht anstelle von Dorsch. Du kannst die Pakete auch vorbereiten und im Kühlschrank aufbewahren.

Buch / Literatur

© Südwest Verlag

Nervt es dich auch, ständig jede einzelne Kalorie zu zählen und komplizierte Diätkonzepte zu lernen? Damit kann jetzt Schluss sein! Suzy Wengel präsentiert mit „Schlank mit dem Handvoll-Prinzip“ die „einfachste Diät der Welt“. Dabei misst jeder mit seinen eigenen Händen ab, wie viel er essen darf, und lernt wieder, mehr auf seinen Körper zu hören. Dazu serviert die Dänin 80 alltagstaugliche Rezepte. Südwest Verlag, 20 Euro.

Bruntje Thielke

Über #BeatYesterday-Autorin Bruntje Thielke


Job und Familie halten die Hamburger Journalistin Bruntje Thielke (verheiratet, ein Sohn) ordentlich auf Trab. Was früher nur Bauchgefühl war, spiegelt sich in Zahlen wider, seit die Food-Expertin eine Fitness-Uhr trägt. An den meisten Tagen zeigt das Gerät weit mehr als die empfohlenen 10.000 Schritte an, die wir pro Tag zurücklegen sollten.

Veröffent­lichungsdatum: 25.09.2018
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